Die Intrastat – Was ist das?

Bildquellenangabe: Dieter Schütz / pixelio.de

Intrastat steht als Kurzform für den Begriff „Innergemeinschaftliche Handelsstatistik“. In ihr wird der Warenverkehr zwischen allen Mitgliedsstaaten der EU erfasst. Sie bezieht sich ausschließlich auf den Handel, der in diesem Binnenmarkt stattfindet. Aus diesem Grund sind auch alle EU-Staaten verpflichtet sich an der Erhebung dieser Statistik zu beteiligen.

Vor der Einführung des Europäischen Binnenmarktes im Jahre 1993 wurden diese Zahlen über die Daten der Zollstatistiken erhoben. Das Wegfallen des Zolls als Kontrollorgan über den Warenfluss, machte die Einführung eines anderen Systems notwendig. So entstand die Intrastat und löste ehemalige EWG Verordnungen ab.

An die Zollzeiten erinnert noch das Codierungssystem, das Vorgangs- und Warenarten aufschlüsselt. Diese sogenannte Warennummerliste wird jährlich überarbeitet und aktualisiert und man kann sie digital oder in Buchform erwerben.

Wer muss Daten übermitteln?

Die Meldepflicht betrifft alle Unternehmen und Personen, die in Deutschland umsatzsteuerpflichtig sind und innerhalb der EU Waren kaufen oder verkaufen.  Die Meldeschwelle liegt in Deutschland bei  500.000 Euro Gesamtwert im Jahr. Dieser Wert bezieht sich nicht nur auf Waren, sondern schließt auch Gelder, die aus Mieten oder Leasing entstehen mit ein.

Alle Meldungen, die ähnlich wie die Umsatzsteuervoranmeldung bis zum 10. Arbeitstag des Folgemonats zu leisten sind, werden beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden gesammelt. Daraus erstellt das Amt die jährliche Statistik über die EU-Handelsströme.

Freigestellt von der Meldepflicht sind nur Privatpersonen, oder Unternehmen bei Unterschreitung der 500.000 Euro Grenze. Sollte die Grenze allerdings im laufenden Jahr doch überschritten werden, muss die Meldung ebenfalls ab dem folgenden Monat stattfinden.

Selbst melden?

Die Meldung an das Statistische Bundesamt kann per EDV oder schriftlich erfolgen. Der Meldepflichtige muss aber diese Arbeit nicht zwingend selbst verrichten. Es gibt hierfür auch Dienstleister, den Intrastat Service.

Wenn im eigenen Haus z.B. kein Mitarbeiter freigestellt werden kann, die Zeit für diese zusätzliche Arbeit nicht reicht, oder wenn Unklarheiten sowie Fragen bestehen, kann man sich an den Intrastat Service richten. Dieser übernimmt dann die form- und fristgerechte Durchführung der Meldungen, auch für Nachmeldezeiträume und kümmert sich um evt. auftretende Probleme.

Damit erspart sich der Unternehmer Zeit, die er seinem Kerngeschäft widmen kann. Alles was der Kunde tun muss, ist die angefallenen Handelsrechnungen in Kopie oder als Aufstellung an den Intrastat Service übermitteln und dieser kümmert sich dann um den Rest.

Quelle: www.intrastat-service.de

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